GDS-Systeme: Funktionsweise, Bedeutung und Auswahlkriterien
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Lesezeit: 12 min
Es sollte kaum überraschen, dass selbst Weltenbummler mit 100+ bereisten Ländern oft nichts von GDS-Systemen wissen – sofern sie nicht aus der Reisebranche stammen oder sich für Reise-IT interessieren.
Für Außenstehende ist kaum vorstellbar, wie herausfordernd Reisen ohne Global Distribution Systems (GDS) wären. Doch für Airlines und Reiseagenturen, die GDS seit über 30 Jahren nutzen, sind diese Systeme unverzichtbar. Um die Reisewelt zu verstehen, muss man GDS-Verbindungen begreifen. Genau dies erklären wir hier – inklusive Vergleich führender GDS-Anbieter und Auswahlleitfaden für Ihr Business.
* Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Yana Brilevskaya, Business Analystin bei GP Travel Hub, die aktuelle GDS-Markttrends fachkundig beleuchtet.
GDS: Ursprünge
Wie buchen normale Reisende Flüge? Drei Hauptoptionen existieren:
Airline-Website: Direktbuchung beim gewählten Fluganbieter
Flugsuchmaschinen: Nutzung von Kayak, Skyscanner oder Expedia
Reiseagenturen: Buchung durch Fachpersonal (insbesondere bei Pauschalreisen)
Doch für die weltweite Verteilung von Tickets reicht eine Airline-Website nicht aus. Hier kommen technische Vermittler ins Spiel, die Angebote an Online-Reisebüros (OTAs) global liefern – die Geburtsstunde der GDS.
Historischer Rückblick
Die Wurzeln liegen in den 1960ern in den USA:
Pioniere: American Airlines und IBM
Technik: IBM-7090-Mainframe in New York
Funktion: Speicherung aller Flugdaten
Reichweite: 5.000 Terminals bundesweit
Buchungsprozess: Telefonische Reservierung durch Reiseagenten
Systemname: SABRE (Semi-Automatic Business Research Environment)
Später tauchten ähnliche Systeme weltweit auf, wobei Sabre die Luftfahrtverteilung anführte. In den 1970ern hielten die Terminals Einzug in Reisebüros, um Airlines personell zu entlasten. Der Rest ist Geschichte.
Was ist ein GDS-System?
Ein Global Distribution System (GDS) ist eine Online-Plattform exklusiv für Reisebranchenunternehmen. Ursprünglich für die Luftfahrt entwickelt (wie oben beschrieben), verbanden GDS später auch Reisebüros mit weiteren Anbietern:
Kreuzfahrtgesellschaften
Hotels
Mietwagenanbieter
Falls zukünftig neue Reiseformen (z.B. Weltraumtourismus) entstehen, werden GDS diese garantiert umgehend integrieren.
Welche Kernfunktionen hat jedes GDS-Buchungssystem?
Ein wettbewerbsfähiges GDS benötigt folgende Schlüsselfunktionen für effektives Reisemanagement:
Echtzeit-Verfügbarkeit & Inventarverwaltung
Zeigt sofort freie Flugsitze, Hotelzimmer oder Mietwagen an
Minimiert Überbuchungsrisiken und Systemkommunikationsfehler
Erweiterte Suchoptionen
Leistungsstarke Filter für Preise, Klassen, Zeitpläne etc.
Vergleichsfunktionen als Herzstück jeder Buchungsplattform
Buchungskonsolidierung
Kombiniert Mehrsegmentreisen (Flug + Hotel + Mietwagen)
Ermöglicht Komplettbuchungen in einer Transaktion
Ideal für Anbieter komplexer Reisepakete
Integration mit Fremdsystemen
Nahtlose Anbindung an:
Buchhaltungssoftware
CRM-/ERP-Plattformen
Technologiebasierte Schnittstellen (APIs)
GP Solutions ist Mitglied des Sabre Developer Partner Programms. Mit uns wird Ihre GDS-Anbindung viel schneller gehen.
Niko
Business-Experte
Wie funktioniert ein GDS-System?
Vereinfacht ausgedrückt: Ein GDS bezieht Inhalte von Anbietern und stellt sie Vermittlern (Reisebüros, Reiseveranstaltern) zur Verfügung. Nehmen wir eine Fluggesellschaft (Anbieter) und ein Reisebüro (Vermittler) als Beispiel
GDS sind normalerweise direkt mit dem Buchungssystem einer Airline verbunden – einem Central Reservation System (CRS), das Informationen über Sitzplatzverfügbarkeit speichert. Neben der Verfügbarkeit benötigen wir jedoch auch Tarifdaten und Flugpläne, die in separaten Systemen von Drittanbietern gespeichert sind (ATPCo für Preise, Innovata/OAG für Flugpläne).
Für Reisebüros wäre es nahezu unmöglich, diese Daten selbst zu beschaffen. Hier kommen leistungsstarke GDS ins Spiel: Sie sammeln die erforderlichen Informationen aus allen relevanten Systemen und stellen sie Online-Reisebüros gegen Gebühr zur Verfügung.
Prozess im Detail:
Das GDS erhält Datenzugriff via Vertrag
Das GDS gewährt dem Reisebüro Zugang zu diesen Daten
Beispiel: Ein Kunde bucht einen Flug im Reisebüro
Das GDS übermittelt die Buchungsdaten in Echtzeit an das Airline-System
Resultat: Keine Überbuchungen oder Inventardiskrepanzen
Genau wie bei Fluggesellschaften hat das GDS Zugang zu zahlreichen weiteren Anbietern. Bei einer Reise von Atlanta nach Kapstadt kann Ihr Reisebüro auf Hunderte Hotel-, Mietwagen- und Flugoptionen zugreifen. Das GDS filtert diese und präsentiert die besten Optionen. Über dasselbe GDS bucht das Reisebüro dann Flüge, Hotels und Mietwagen. Dank dieses Pools an Optionen erhalten Endkunden (Privat- und Geschäftsreisende) eine weitaus größere Auswahl als bei Direktbuchungen.
Bedeutung für Airlines, Hotels und Reisebüros
GDS-Systeme haben die Reisebranche revolutioniert, indem sie:
Inventare von Reisedienstleistern in einer zentralen Echtzeit-Datenbank bündeln
Wachsende Netzwerke für Anbieter und Vermittler zugänglich machen
Vorteile für Reisebüros/OTAs:
Zugriff auf gebündelte Inhalte ohne Mehrfachsysteme
Echtzeit-Überblick über Verfügbarkeit, Preise und Buchungsregeln
Effizienter Vergleich und Abschluss von Buchungen
Vorteile für Anbieter (Airlines, Hotels, Mietwagenfirmen):
Globale, multi-channel Vertriebsnetzwerke
Live-Updates und Synchronisation über alle Buchungskanäle
Maximierte Sichtbarkeit und Umsatzchancen
GDS vs. Direktbuchungskanäle
Direktbuchungen:
Erfolgen auf Airline- (Ryanair, Lufthansa) oder Hotel-Websites (Marriott, Hyatt)
Ermöglichen direkten Kundenkontakt
GDS-Buchungssysteme:
Bieten Skalierbarkeit und umfassende Multi-Segment-Optionen (Flug + Hotel + Mietwagen + Bahn)
Ermöglichen effiziente Planung komplexer Reisen über eine Plattform
Nachteile von GDS-Zentrierung
Begrenzte Kundendaten:
Buchungsdaten verbleiben bei Mittelsmännern
Anbieter können Kundenpräferenzen nicht nachvollziehen
Eingeschränkter Zusatzverkauf (Ancillaries):
GDS-APIs übermitteln oft nur Kernleistungen (keine Sitzplatzwahl, Gepäck-Upgrades etc.)
Airlines verlieren profitable Zusatzverkäufe
Keine volle Marketingkontrolle:
Angebote werden innerhalb des GDS generiert
Marktdynamiken und Kundenverhalten sind schwer erkennbar
Yana Brilevskaya
Im GDS-Ökosystem sind Airlines in ihrer Fähigkeit eingeschränkt, maßgeschneiderte Paketangebote, Sonderaktionen oder Rabattkampagnen zu erstellen.
Dies war einer der Hauptgründe für die Entstehung des New Distribution Capability (NDC)-Standards, der heute sowohl von Fluggesellschaften als auch von GDS-Anbietern aktiv übernommen wird – letztere vor allem, um ihre Marktposition zu halten.
Arten von GDS-Systemen
Nicht alle GDS-Systeme verfolgen dieselben Ziele oder operieren im gleichen Segment – obwohl Überschneidungen möglich sind. Reiseunternehmen können zwischen verschiedenen GDS-Typen wählen, abhängig von ihren spezifischen Anforderungen.
Wir bieten hier eine Übersicht der primären GDS-Kategorien (wobei die Grenzen zwischen ihnen mitunter fließend sind):
01
Flugzentrierte GDS-Beispiele
Amadeus belegt den Spitzenplatz unter den Flug-GDS mit über 450 Millionen Reisebüro-Flugbuchungen im Jahr 2023. Mit seinen hochtechnologischen, flugorientierten Produkten lassen sich Tarife verwalten und Reiserouten erstellen.
Sabre liegt Amadeus dicht auf den Fersen – mit einem 60 %-Anteil am globalen GDS-Verkehr im Flugsegment. Diese GDS ist besonders bei großen Fluggesellschaften beliebt, vor allem in Nordamerika, wo sie ihren Ursprung hat.
02
Hotel- und Mietwagen-GDS
Wie der Name bereits vermuten lässt, konzentriert sich diese Kategorie auf Unterkünfte und Bodentransport für Reisende. Es ist gängige Praxis, dass Agenturen auf separat gebuchte Hotel- und Mietwagenreservierungen zurückgreifen, insbesondere bei Geschäftsreisen und mehrtägigen Tourpaketen, die separate Unterkunfts- und Transportarrangements erfordern.
Diese GDS-Systeme verteilen:
Zimmerverfügbarkeiten
Preise und Sonderangebote von Hotels
Fahrzeugflotten und Mietkonditionen von Autovermietungen
Beispiele:
Travelport verzeichnet bemerkenswerte Erfolge in diesem Segment:
650.000 Hotels im System
Angebote von 36.000 Autovermietungen weltweit
Pegasus Solutions – zwar kein vollwertiges GDS wie Amadeus oder Sabre – bietet Hotels eine ausgeklügelte Vertriebsinfrastruktur mit Anbindung an:
Dutzende Reisebüros
Online-Reiseagenturen (OTAs) weltweit
03
Multi-Segment-GDS
n der Liste der GDS-Systeme handelt es sich hier offensichtlich um den umfassendsten Typ. Multi-Segment-Vertriebssysteme bündeln ein breites Spektrum an Reisedienstleistungen – von Unterkünften, Flug- und Bahntickets über Mietwagen bis hin zu Touren und Veranstaltungen. Für OTAs und Reisebüros sind sie im Grunde eine All-in-One-Lösung zur Verwaltung komplexer Reisepläne.
Ein GDS dieser Art kann:
Mit Drittanbieter-Buchungssystemen integrieren
Die Verfügbarkeit und korrekte Funktionsweise von Buchungsverwaltungstools sicherstellen
Letztere sind besonders wertvoll für Stornierungen oder Änderungen – sie ermöglichen die koordinierte Anpassung aller Reisesegmente über Plattformen hinweg.
Beispiele:
Sabre bietet Multi-Segment-Fähigkeiten:
Ermöglicht OTAs und Agenturen die Buchung von Flügen, Hotels, Mietwagen und sogar Bahnreisen in einem System
Ähnliche – aber im Umfang variierende – Möglichkeiten bieten:
Amadeus
Travelport
Beide unterstützen ein breites Dienstleistungsspektrum von Flug- und Hotelbuchungen bis hin zu Bahnreisen.
Doch diese Funktionsvielfalt hat einen Haken: Für kleinere oder spezialisierte Reiseunternehmen können entstehen:
Höhere Transaktionsgebühren
Komplexe Integrationsanforderungen
Diese Faktoren können den Einsatz eines GDS-Systems für Nischenanbieter erschweren.
Wir sind ein zertifizierter Entwicklungspartner von Amadeus. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, um zu erfahren, wie Sie sich mit ihnen verbinden können.
Diana
Business-Experte
Was kostet ein GDS-System?
Was kostet ein GDS-System?
Die Kostenstruktur für ein GDS-System ist komplex und umfasst mehrere Komponenten:
Einrichtungs- und Integrationskosten
GDS-Systeme berechnen eine Gebühr für die erstmalige Einrichtung und Integration
Kostenrahmen: $10.000 bis $50.000 (abhängig vom Integrationsaufwand)
Provisionen und Transaktionsgebühren
GDS verdienen durch Buchungsprovisionen (z.B. bei Flugbuchungen)
Typische Spanne: $3 bis $12 pro Buchung (variiert je nach Airline)
Laufende Abonnement- oder Lizenzgebühren
Monatliche Kosten: $200 bis $1.000 für den GDS-Zugang
Abrechnungsmodalitäten: Jahres- oder Monatsbasis
Abhängig von:
Größe der Agentur
Buchungsvolumen
Die endgültigen Kosten hängen von Faktoren ab wie:
Unternehmensgröße
Genutzte Dienstleistungen
Buchungsaufkommen
Wie erhält man ein GDS-System?
Ihr Reiseunternehmen kann auf verschiedene Weise Zugang zu GDS-Systemen erhalten:
Direkte Partnerschaft mit einem GDS-Anbieter
Große Reiseunternehmen schließen oft direkte Verträge mit GDS ab
Herausforderungen:
Höhere Kosten
Eigenverantwortung für Vertragsverhandlungen
Festlegung der Provisionsstruktur
Einhaltung technischer/rechtlicher Anforderungen des Anbieters
Drittanbieter-Lösungen
Für kleinere Unternehmen ideal
Zugang zu GDS-Inhalten über technische Mittler
Vorteile:
Anpassbare Preismodelle
Geringere Kosten
Welche Alternativen gibt es?
Falls GDS nicht infrage kommen, stehen folgende Optionen zur Verfügung:
Reise-APIs von Drittanbietern
Reiseaggregatoren (z.B. Expedia, Skyscanner) – Buchung über Provisionsmodelle
Partnerprogramme – Provisionen für vermittelte Buchungen
Direktverträge mit Anbietern (Hotels, Airlines etc.)
White-Label-Lösungen oder individuelle Buchungsmaschinen
Verwandter Fall
Maßgeschneiderte Plattform zur Buchungsautomatisierung für einen globalen Anbieter von Bildungsreisen
Erfahren Sie, wie GP Solutions Education First dabei geholfen hat, seine Online-Buchungslösung durch maßgeschneiderte Funktionen und Integrationen mit der GP Travel Enterprise Plattform zu verbessern.
Was sind die wichtigsten GDS-Systeme? Vergleich von Amadeus, Sabre und Travelport
Um einen besseren Überblick über die komplexen Prozesse und Funktionalitäten zu erhalten, die GDS anbieten können, sollten wir die wichtigsten Unterschiede zwischen den drei dominierenden GDS-Anbietern untersuchen.
GDS
Amadeus
Sabre
Travelport (einschließlich Apollo, Worldspan und Galileo)
Gegründet
1987
1960 (voll funktionsfähig seit 1964)
2001
Hauptsitz
Madrid, Spain
Southlake, Texas, USA
Langley, Berkshire, UK
Anzahl der Mitarbeiter
18,500
6,200
3,500
Einnahmen (2023)
$5.9 billion
$2.9 billion
$2.5 billion
Marktanteil
Größtes GDS, Marktanteil ca. 40% (2023)
Zweitgrößter Markt, rund 35 % des Marktes
Hält etwa 25 % des GDS-Marktes
Geografischer Geltungsbereich
Vorherrschend in Europa, schnelle Expansion im asiatisch-pazifischen Raum
Starke Präsenz in Nordamerika und dem amerikanischen Kontinent
Gleichmäßigere Verteilung auf der ganzen Welt; Top-Pick in Nischenmärkten
Dienstleistungen und Spezialisierung
Spezialisiert auf Flugbuchungen, aber zunehmend auch auf Nicht-Flugdienste wie Hotel und Bahn
Fachwissen über IT-Lösungen für Fluggesellschaften mit Schwerpunkt auf dem Ertragsmanagement von Fluggesellschaften
Bekannt für seine Multisegment-Dienste (Flug, Hotels, Autos). Leistungsstarkes GDS für Hotels und Autovermietungen
Technologie und Innovationen
Aktiver Förderer von KI, mobiler Technologie und Unterstützer von NDC-Inhalten, starker Schwerpunkt auf dem Ausbau des Vertriebsangebots
Massive Fortschritte bei NDC, KI und mobilen Lösungen. Großer Schwerpunkt auf Fluggesellschaften
Legt Wert auf Buchungen in mehreren Segmenten, entwickelt einen Mobile-First-Ansatz. Kompetent in NDC und KI
Benutzerfreundlichkeit und Integration
Bekannt für die schnelle Integration mit CRM- und ERP-Tools und Software von Drittanbietern
Leistungsstarke und zuverlässige Plattform, aber möglicherweise weniger Flexibilität für Lösungen, die nicht für Fluggesellschaften bestimmt sind
Nahtlose Integrationen mit vielen Reisesystemen, benutzerfreundliche Oberflächen, moderneres Aussehen
Vor- und Nachteile der einzelnen GDS
Nichts ist perfekt, auch wenn es noch so ausgeklügelt gestaltet ist. Wir haben für jedes der großen GDS eine kurze Zusammenfassung der Stärken und Schwächen zusammengestellt.
GDS
Pros
Cons
— Großes globales Netzwerk für Flug-, Hotel- und Bahnreisen
— Erweiterte Buchungsfunktionen für Flugdienste und andere Dienstleistungen wie Hotels, Mietwagen oder Bahnreisen
— Höhere Kosten für kleinere Reisebüros aufgrund von Premiumfunktionen und breiterem Leistungsumfang
— Stark in Nordamerika, mit Fokus auf dauerhafte Lösungen für Fluggesellschaften
— Umfassende Tools für Airline Revenue Management und Operations
— Wahrscheinlich begrenzte regionale Unterstützung in Europa, verglichen mit anderen
— Breite Buchungsmöglichkeiten für mehrere Segmente (Autos, Hotels usw.)
— Benutzerfreundliche Schnittstelle für Agenten und Agenturen, die auf verschiedene Dienstleistungen spezialisiert sind
— Weniger Exklusivverträge mit Luftfahrtunternehmen, begrenztes Flugangebot im Vergleich zu anderen
Wie nutzt man ein GDS-System und welches GDS sollte man wählen?
Die Wahl des besten GDS-Partners für Ihr Reiseunternehmen hängt maßgeblich von folgenden Parametern ab:
Unternehmensgröße
Angebotene Dienstleistungen
Zielmarkt
Geplante technologische Weiterentwicklung
Wir haben eine Entscheidungshilfe erstellt, um Ihnen die Auswahl zu erleichtern.
Unternehmensgröße
Große Reisebüros/OTAs:
Empfohlene GDS: Sabre, Amadeus oder Travelport
Vorteile:
Globale Reichweite
Umfangreiche Netzwerke
Vielfältige Buchungsmanagement-Tools
ERP-/CRM-Integrationen
Volle Buchungsfunktionalität
Kosten: Hohe Transaktionsgebühren und Einrichtungskosten sind durch das große Buchungsvolumen tragbar
Kleine Agenturen/Startups:
Lösung: Drittanbieter mit integrierten GDS-Diensten
Vorteile:
Deutlich geringere Kosten
Flexiblere Optionen (z.B. Travelport für kleinere Unternehmen)
Ziel: GDS-Daten nutzen ohne Überzahlung
Art der Reisedienstleistungen
Flugfokussierte Dienste:
Optimale GDS: Amadeus oder Sabre (Marktführer im Flugsegment)
Multi-Segment-Dienste (Flug + Hotel + Mietwagen):
Top-Wahl: Travelport (speziell für parallele Mehrfachbuchungen)
Amadeus oder Travelport (mit speziellen Tools für Nischen)
Budgetabhängige Optionen
Geografische Regionen
Amadeus: Besonders einflussreich in Europa und expandierend im asiatisch-pazifischen Raum
Sabre: Dominiert den nordamerikanischen und gesamten amerikanischen Markt
Travelport: Global agierender Anbieter mit ausgeglichener Präsenz in mehreren Regionen
Zukunftssicherheit
Für langfristige Strategien empfiehlt sich die Partnerschaft mit einem Technologieanbieter, der aktiv in Innovationen investiert. Der Wettbewerb dreht sich zunehmend um intelligente Technologien.
Amadeus:
Führend bei Innovationen, besonders in den Bereichen KI und NDC
Ermöglicht Airlines durch NDC-Standard die direkte Verteilung von personalisierten Paketen
Sabre:
Einer der Vorreiter bei NDC
Setzt auf Blockchain für sichere Transaktionen und mehr Transparenz
Travelport:
Fokussiert auf mobile Lösungen und digitale Transformation
Ideal für Agenturen mit Fokus auf benutzerfreundliche, mobile Buchungslösungen
Wie geht es weiter mit GDS-Systemen?
Marktgröße der Global Distribution System (GDS)-Branche
Aktuell zeigt sich der GDS-Markt vielversprechend. Mit der Erholung des Reisesektors nach der Pandemie erwarten wir ein weiteres Wachstum der GDS-Buchungen.
Allerdings gibt es bestimmte Herausforderungen im Vertriebssystemmarkt, die berücksichtigt werden müssen, um ein umfassendes Bild zu erhalten:
Herausforderungen im GDS-Markt
Mangelnde Flexibilität und Abhängigkeit von traditioneller Infrastruktur
GDS-Systeme basieren historisch auf veralteten Technologien, da sie Fluginhalte verteilen müssen – und Airlinesysteme sind noch stärker legacy-abhängig
Die Umstellung jahrzehntealter Systeme auf modernere Lösungen gestaltet sich schwierig
Je traditioneller die Infrastruktur, desto langsamer die Anpassung an Kundenerwartungen
Hohe Implementierungs- und Wartungskosten
Erhebliche Investitionen für Einrichtung und laufenden Betrieb
Hemmnis für KMUs, was die weitere Verbreitung von GDS bremsen könnte
Konkurrenz durch OTAs
OTAs ermöglichen ebenfalls direkten Informationsaustausch zwischen Reisebüros und Anbietern
Manche Unternehmen bevorzugen OTA-Lösungen gegenüber GDS
Widerstand gegen Veränderungen
Unterschiedliche Budgets und Ressourcen im Markt:
Große Player wie Sabre/Lufthansa vs. regionale Anbieter
Etablierte Unternehmen halten oft an manuellen Prozessen fest
Auch wenn Airlines, Hotels und lokale Dienstleister versuchen, Drittanbieter zu umgehen und ihre Produkte direkt zu vertreiben, suchen sie doch nach einer zuverlässigen Buchungsplattform mit dem umfassendsten Angebot. Der Wettbewerb wird von dem gewonnen, der schneller und besser für seine Endkunden – die Reisenden – buchen kann.
Aktuell ist der Anschluss an GDS-Inhalte eine der klügsten Entscheidungen für viele Reisebüros. Doch die Wahl hängt stark von Ihrem individuellen Geschäft ab – gehen Sie also mit Bedacht vor.
Oder Sie wenden sich einfach an GP Solutions für:
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Professionelle Implementierung
Alex Shmyga
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